Nonnengansschwärme über Sylt sind ein Geschenk für einen nachhaltigen Natur-Tourismus

Die in Nordeuropa seit Jahren anwachsenden Bestände der Nonnengans sind das Resultat einer der wenigen Erfolgsgeschichten des Naturschutzes.

Foto: Thomas Luther

In den 1950iger Jahren war diese Vogelart, die zwischen dem Brutgebiet in Nordsibirien, dem Wattenmeer und den atlantischen Küsten Westeuropas pendelt, fast zu Tode bejagd worden. Deshalb wurde sie in Europa unter Anhang 1 der Vogelschutzrichtlinie gestellt und ihre Bejagung verboten. 

Zusammen mit ihrer „Schwester“ der dunkelbäuchigen Ringelgans war der Schutz dieser Wildgänse einer der „Motoren“ bei der Einrichtung der Wattenmeer-Nationalparke.

„Das Naturerbe Wattenmeer ist der wichtigste „Trittstein“ für diese Arten auf einem mehrere tausend Kilometer langen ostatlantischen Zugweg. „Unsere Schutzbemühungen hier wirken sich auf die Vögel entlang des gesamten Zugwegs von Sibirien bis Frankreich, England und die Niederlande aus“, sagt der Ornithologe und Rastvogelforscher Klaus Günther von der Schutzstation Wattenmeer. Ein Grund, weshalb der Verein Jordsand die Nonnengans als „Vogel des Jahres 2021“ ausgerufen hat.

Die inzwischen stabil angewachsenen Bestände sind jedoch nicht nur das Ergebnis eines internationalen Schutzprogrammes, sondern auch einer intensivierten Landwirtschaft. Diese bietet mit dem Anbau hochenergetischer Futterpflanzen entlang der Zugroute den Vögeln seit wenigen Jahrzehnten einen reich gedeckten Tisch. Wildtierbestände entwickeln sich von Natur aus in Beziehung zum Nahrungsangebot. Allerdings hat sich die zeitweise steil angestiegene Wachstumskurve der Nonnengans in den letzten Jahren deutlich abflacht.

Aktuelle EU-Gesetze verbieten nach wie vor die Jagd auf die Gänse. Das Land Schleswig-Holstein erlaubt dennoch Vergämungsaktionen, auch mit der Flinte, auf Antrag und auf bestimmten Flächen zu bestimmten Jahreszeiten. Dem wird stattgegeben, wenn Sachkundige die Umstände begutachtet  und besondere Härten für den jeweiligen Landwirt festgestellt haben. Zusätzlich werden Landwirte unter bestimmten Voraussetzungen finanziell entschädigt, wenn sie starke Verluste durch Gänsefrass nachweisen können.

Foto: Thomas Luther

Die Annahme, dass Wiesenvögel besonders unter der steigenden Zahl von rastenden Gänsen leiden würden, kann in Nordfriesland nicht bestätigt werden. Demgegenüber ist offensichtlich, dass ein Schuss oder andere Vergrämungsarten immer alle Vögel vertreiben- auch die seltenen Bodenbrüter, wie Kiebitze und Uferschnepfen. Dass Rinder  wegen des Gänsekotes Durchfall bekommen ist eine unbewiesene Behauptung. Tatsache ist jedoch, dass die Geflügelzucht und Massentierhaltung von Haustieren „Brandbeschleuniger“ von Virusepidemien sein können.

Um das Problem zwischen Naturschutz und Landwirtschaft zu lösen, wird derzeit nach gemeinsam getragenen Lösungen und Kompromissen gesucht, die den Landwirten als auch den Gänsen die Existenz sichert. So wird eine Zonierung an der Westküste Schleswig-Holsteins diskutiert, wo in ausgesprochen landwirtschaftlich genutzten Regionen die Tiere vergrämt werden dürfen. In anderen Gebieten, zum Beispiel überwiegend touristischen Regionen, die oft auch einen hohen Anteil an Grünland aufweisen, sollen sie geduldet werden und die Landwirte dort für Fraßschäden entschädigt werden. 

Sylt würde sicherlich zu den Auffanglagern dieser gefiederten Migranten gehören. Denn Gänseschwärme sind eine Attraktion für jeden, der die nordfriesische Wattenlandschaft liebt- besonders für Urlauber, die wegen der Natur zu uns kommen.

Zu einem nachhaltigen Sylt Tourismus mit Zukunft gehören auch Zug- und Brutvögel, von denen wir seit dem Bau des Eisenbahndammes und der resultierenden Fuchseinwanderung und des Massentourismus immer weniger auf Sylt haben. Sie sollten als lebendiges Geschenk für sanften Naturtourismus begrüsst werden. Vor dem Hintergrund eines weltweiten, massiven Artensterbens müssen wir besonders im Umfeld von Großschutzgebieten wie dem Nationalpark Wattenmeer der Landnutzung durch  Wildtiere absoluten Vorrang vor anderen Interessen geben.

Eine extensive Grün-Landwirtschaft auf Sylt könne bei einem intelligenten Management ohne Flinte durchaus zur Artenvielfalt beitragen. Mit der Schaffung von mehr insularen Grünlandflächen  könnte  also eine Lösungsmöglichkeit für die Belange der Sylter Viehzüchter möglich werden. Leider geht der Trend auf Sylt jedoch eher dahin, jedes Stückchen Inselfläche noch zu bebauen.

Lothar Koch

GROKO will Infektionsschutzgesetz vor Bundestagswahl durchpeitschen. Stoppt die Aushebelung unserer Grundrechte!

Auch Tourismusverband wehrt sich.

Gestern wurde im Bundestag über das „Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“ diskutiert.

In atemberaubender Geschwindigkeit soll die Vorlage des Gesundheitsministers durchgeboxt werden.
Die Unverletzlichkeit der Wohnung, die körperliche Unversehrtheit sowie die Bewegungsfreiheit würden damit unverhältnismäßig stark eingeschränkt. „In Gefahrenlagen muss normalerweiser immer zunächst das mildere Mittel geprüft werden. Die Vorschläge der Bundesregierung widersprechen diesem Prinzip.“ sagt MdB Dr.Gesine Lötzsch von „Den Linken“. Katrin Göring Eckardt Fraktionsvorsitzende von Bündni90/Die Grünen ergänzt: „Der Bundestag muss das Recht bekommen, eine solche von der Regierung ausgerufene Notstandslage jederzeit auch wieder aufzuheben.“ der Grüne Bundestagsabgeordnete aus dem Norden, Konstatin von Notz erklärt: „Es kann – aufgrund des Rechtsstaatsprinzips, des Demokratiegebots und letztlich dem Ziel der Eindämmung der Pandemie – nicht länger hingenommen werden, dass die Einbindung der Parlamente derart zurückgefahren wird.“

Im Gesetzentwurf wird beispielsweise die Reisefreiheit bei Ausrufen einer pandemischen Lage nationaler Tragweite an eine Impfung gekoppelt. (Art. 1 Nr. 18, S. 12). Dies besagt, dass Menschen, die nach Deutschland einreisen und eventuell “einem erhöhten Infektionsrisiko” für den für die Pandemie verantwortlichen Erreger ausgesetzt waren, in Zukunft verpflichtet werden können, eine entsprechende Impfdokumentation vorzulegen. Dies entspricht einer Impfpflicht durch die Hintertür für all diejenigen, die ins Ausland reisen möchten oder müssen, welches als Risikogebiet deklariert wird. Es wird explizit erwähnt, dass das Grundrecht der körperlichen Unversehrtheit (Art. 2 GG) durch diese und weitere Regelungen eingeschränkt wird.

Ausnahmen von den Regelungen nach Art 1 Nr. 18, S. 12 werden durch Rechtsverordnungen geregelt. Das heißt, dass wiederum nicht der Gesetzgeber, sondern Behörden darüber entscheiden, wer von den Regelungen ausgenommen ist und wer nicht.

Der Datenschutz wird ebenso mit Füßen getreten. Beispielsweise sollen Betroffene sich digital melden müssen und dabei u.a. ihre Aufenthaltsorte bis zu zehn Tage vor und nach der Einreise angeben. Hierfür soll das RKI ein elektronisches Melde- und Informationssystem einrichten und einen IT-Dienstleister mit der technischen Umsetzung beauftragen (S. 11 unter 18. (9)). Die Daten dürfen zwar von der zuständigen Behörde nur eingeschränkt und maximal 14 Tage nach Einreise verwendet werden, über die Datennutzung durch den externen Dienstleister ist hier nichts festgelegt. Darüber hinaus sollen die Gesundheitsdaten an Beförderer weitergegeben werden dürfen (neuer Abs. 10 Nr. 1, S. 11).

Es ist problematisch, dass all diese Pflichten durch Verordnung der Bundesregierung ohne Zustimmung des Bundestages beschlossen werden dürfen.

Dagegen wehr sich nun auch der Deutsche Tourismusverband in einer Pressemitteilung:

Infektionsschutzgesetz: Tourismusverbände kritisieren fehlende Beteiligung der betroffenen Branchen

Berlin, 11.11.2020 – Der Bund will mit dem Dritten Bevölkerungsschutzgesetz, in dem auch das Infektionsschutzgesetz enthalten ist, die Rechtsgrundlage für weitreichende Grundrechtseingriffe schaffen. Dazu gehören im neuen § 28a Infektionsschutzgesetz auch Verbote touristischer Übernachtungen, Reiseverbote, Beförderungsbeschränkungen, Veranstaltungsverbote oder Gastronomieschließungen. Dazu findet im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages am Donnerstag eine Öffentliche Anhörung statt. Bereits in der kommenden Woche soll das Gesetzespaket abschließend im Bundestag beraten werden.

Der Deutsche Reiseverband (DRV) und der Deutsche Tourismusverband (DTV) kritisieren, dass die Reisefreiheit mit Übernachtungsverboten weitreichend eingeschränkt wird. Dabei liefert der Gesetzentwurf keine ausreichende Begründung, warum Beherbergungsverbote geeignet und erforderlich sein sollen, das Pandemiegeschehen maßgeblich zu beeinflussen. Vielmehr haben die Auswertungen des Robert-Koch-Institutes in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Reisen und touristische Übernachtungen im In- und Ausland nicht zu einer erhöhten Verbreitung des Virus geführt haben. Maßgeblich sind nach wie vor die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln besonders im familiären Umfeld.

DTV und DRV zeigen sich zudem überrascht, mit welcher Geschwindigkeit das Dritte Bevölkerungsschutzgesetz beraten und beschlossen werden soll. Der Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, Norbert Kunz betont: „Der rechtlich komplexe Gesetzentwurf soll in nicht einmal zwei Wochen das gesamte parlamentarische Verfahren von der ersten bis zur dritten Lesung durchlaufen. Weder der Tourismusausschuss noch der Kulturausschuss des Deutschen Bundestages waren zunächst für die Mitberatung vorgesehen, obwohl der Tourismus und der Kulturbereich stark von den vorgesehenen Regelungen betroffen sein werden.“ Dirk Inger, Hauptgeschäftsführer des DRV ergänzt: „Für die Tourismusbranche stehen u.a. Beherbergungs- und Reiseverbote, Restaurantschließungen und Veranstaltungseinschränkungen und -verbote im Raum. Zu der am Donnerstag anstehenden Anhörung des Bundestagsgesundheitsausschusses sind fast ausschließlich Sachverständige aus dem Gesundheitswesen sowie juristische

Sachverständige geladen. Vertreter der betroffenen Wirtschaftsbranchen werden dagegen nicht angehört. Das empfinden wir angesichts der Tragweite der vorgesehenen Regelungen als nicht angemessen.“

Angesichts der zum Teil sogar die Grundrechte betreffenden Eingriffe sollte ein Mindestmaß an parlamentarischen Gepflogenheiten eingehalten werden, betonen beide Branchenverbände. Die von den Regelungen hauptbetroffenen Branchen sollten wenigstens die Möglichkeit haben, sich im parlamentarischen Raum zu den Gesetzgebungsplänen zu äußern. Der Deutsche Reiseverband und der Deutsche Tourismusverband haben in einem gemeinsamen Brief an die Fraktionen im Deutschen Bundestag eine angemessene Beteiligung der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft angemahnt sowie um Berücksichtigung der Daten zur Ausbreitung des Infektionsgeschehens gebeten.

PM des Toursimusverbandes: Huberta Sasse
Leitung Presse- & Öffentlichkeitsarbeit Deutscher Tourismusverband
 sasse@deutschertourismusverband.de

NaturReporter Sylt empfiehlt Mails an die Bundestagsabgeordneten Ihres Kreises zu senden.

Textvorschlag:

Mit Bestürzung habe ich vom Entwurf zum  3. Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nat. Tragweite gehört.
Als kritische Bürgerin und Demokratin, die sich mit der deutschen Geschichte auseinandergesetzt hat, bitte ich Sie, diesem Gesetzesentwurf nicht zuzustimmen.
Meines Erachtens ist die Gefahr eines Missbrauchs zu groß, Bürgerrechte im Handstreich und nach Belieben auszusetzen.

Sollten Sie sich doch für dieses Gesetz entscheiden, bitte ich um eine Erläuterung, wie sichergestellt werde  kann, daß in Zukunft Regierende dieses nicht im Sinne eines Ermächtigungsgesetzes mißbrauchen können. 

Mit freundlichen Grüssen…

Naturschützer erteilen Begehrlichkeiten von großen Kreuzfahrt-Reedereien im Wattenmeer eine Absage

Wegen der Einschränkungen durch die Corona Pandemie suchen große Reedereien nach neuen Zielen für ihre Kreuzfahrten in der näheren europäischen Umgebung. „Offenbar rückt jetzt auch der Nationalpark Wattenmeer mit seinen Inseln und Halligen zunehmend in den Fokus“, berichtet Katharina Weinberg, Naturschutzreferentin der Schutzstation Wattenmeer.

Erste Touren fanden bereits statt oder werden beworben. HAPAG Lloyd steuerte im Oktober 2020 die ostfriesische Insel Borkum an und auch Sylt steht auf ihrem Tourenplan. Andere Reedereien sollen ebenfalls in den Startlöchern stehen. So kündigt Hurtigruten die Gründung einer separaten Einheit für Expeditionskreuzfahrten an.

Naturschützer sehen diese Entwicklung mit Sorge. „Kreuzfahrttourismus ist kein nachhaltiges Geschäftsmodell“, sagt Dennis Schaper, Stationsleiter der Schutzstation Wattenmeer auf Sylt. Die Schiffe fahren überwiegend noch mit Schweröl und haben selbst bei Einsatz von Katalysatoren oder Alternativtreibstoffen eine schlechte CO2-Bilanz. „Dazu kommen die Auswirkungen auf Inseln und Halligen, die jetzt schon von touristischen Aktivitäten überlastet sind. Da bedarf es keiner zusätzlichen Tagesgäste“, sagt Schaper.  

Die großen Schiffe können die Kais der Nordseeinseln wegen ihres Tiefgangs nicht direkt anlaufen. Passagiere müssen mit Schlauchbooten durch den Nationalpark Wattenmeer an Land gebracht, was zusätzlich Unruhe in schützenswerte Bereiche bringen kann. „In den Gemeindekassen bleibt durch die Kreuzfahrer nichts hängen und an der kurzfristigen, aber heftigen Besucherwelle aus einem solchen Schiff verdienen nur wenige Geschäfte und Gastronomen“, beklagt der Stationsleiter.

„Wir sollten auf den Inseln im Nationalpark Wattenmeer ein Zeichen setzen und den großen Kreuzfahrtunternehmen signalisieren, dass sie hier unerwünscht sind“, fordert Schaper. Eckernförde habe es an der Ostsee vorgemacht: Der Umweltausschuss hat beschlossen, ab 2022 keine Kreuzfahrtschiffe mehr in die Bucht zu lassen.

Schutzstation Wattenmeer

C. Goetze, L. Koch & D. Schaper

19.9. World Cleanup Day: Müllsammelaktion auf Sylt zum Schutz der Wale und Delfine

21 Millionen Menschen in 180 Ländern haben vor einem Jahr beim World Cleanup Day mitgemacht und mit Müllsammelaktionen ein Zeichen gegen die weltweite Plastikflut gesetzt. Die Wal- und Delfinschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation organisiert dieses Jahr zum World Cleanup Day in Kooperation mit BRITA und der Arche Wattenmeer eine Müllsammelaktion auf Sylt. Und zwar dort, wo der Plastikmüll auf unseren einzigen heimischen und vom Aussterben bedrohten Wal, den Schweinswal, trifft. 

Einmal in den Meeren angelangt, stellen Plastiktüten, -flaschen und -verpackungen eine große Gefahr für die Meeresbewohner dar. Die Tiere verwechseln das Plastik mit Nahrung, verschlucken es, verfangen sich in Plastiknetzen oder nehmen über die Nahrungskette Mikroplastik auf. Leider verenden dabei viele Tiere. Um der Bedrohung entgegenzuwirken, organisiert die gemeinnützige Wal- und Delfinschutzorganisation Whale and Dolphin Conservation (WDC), mit finanzieller Unterstützung durch BRITA, in diesem Jahr zehn Müllsammelaktionen, sogenannte Clean-Ups, an Flussufern in ganz Deutschland. Zum World Cleanup Day, am 19. September, findet die Aktion auf Sylt statt, wo der Müll von den Stränden direkt in die Nordsee gelangt und zur Gefahr für unsere heimischen Schweinswale wird. 

„Mit unseren bundesweiten Clean-Ups möchten wir so viele Menschen wie möglich dafür sensibilisieren, wie viel Müll oft achtlos beim Spazierengehen in die Umwelt geschmissen wird. Besonders heikel sind Abschnitte an Flussufern, denn über die Flüsse wird der Müll letztlich ins Meer getragen und stellt spätestens dort eine große Gefahr für die Tiere dar“, sagt Bianca König, Pressereferentin und Organisatorin der Clean-Ups bei WDC. 

Am World Cleanup Day einen besonderen Fokus auf die Strände zu legen, scheint besonders im Corona-Jahr wichtiger denn je. Der Tourismus hinterlässt bleibende Spuren in der Natur; hinzu kommen aber auch die ersten Herbststürme, die allerlei Treibgut anspülen und Gelegenheit bieten, es vom Ufer zu entfernen. 

„Neben Unterwasserlärm und Fischerei bzw. Beifang sind die Schweinshttp://whales.org/wdc-ziele/meere-schuetzen/plastikmuell-meer/urban-coastal-clean-up-guide/wale in der Nord- und Ostsee insbesondere durch herumtreibenden Plastikmüll gefährdet. Fast 80 Prozent des Mülls im Meer stammt dabei von Land. Je mehr Müll wir also von den Stränden und Flussufern wegsammeln können, desto besser für den Schweinswal“, ergänzt Bianca König und appelliert damit an die Besucher*innen auf Sylt, sich am World Cleanup Day an der Aktion zu beteiligen. 

Engagierte Bürger*innen haben darüber hinaus die Möglichkeit, auf der Website von WDC einen kostenlosen Clean-Up Guide herunterzuladen, um in der eigenen Stadt eine Müllsammelaktion zu organisieren. Mehr Infos, auch zu den weiteren bevorstehenden WDC-Clean-Ups nach Sylt, unter whales.org/wdc-ziele/meere-schuetzen/plastikmuell-meer/urban-coastal-clean-up-guide/. 

WDC Clean-Up auf Sylt: Der Schein trügt – auch wenn Strände auf den ersten Blick sauber wirken, verbergen sich im Sand oftmals Zigarettenstummel, Plastiklöffel, Schraubverschlüsse und weiterer kleinteiliger Müll. © WDC 

Der vom Aussterben bedrohte Schweinswal in der Nord- und Ostsee wird durch herumtreibenden Müll stark gefährdet. Die Tiere verwechseln das Plastik mit Nahrung, verschlucken den Müll und sterben meist an den Folgen. © Steven Hille / funkloch.me 

Die Influencerin heylilahey machte bei einem Clean-Up an der Ostsee (Timmendorfer Strand) ein eindrückliches Video über die Funde. © heylilahey / Link: https://youtu.be/f1rMbqHJYLw 

Über Whale and Dolphin Conservation (WDC) 

WDC, Whale and Dolphin Conservation, ist die weltweit führende gemeinnützige Organisation, die sich ausschließlich dem Schutz von Walen und Delfinen widmet. Gegründet 1987 in Großbritannien sind wir seit 1999 mit einem Büro in Deutschland vertreten. Weitere Büros befinden sich in Argentinien, den USA und in Australien. Im Rahmen von Kampagnen, politischer Überzeugungsarbeit, Bildung, Beratung, Forschung, Rettungs- und Schutzprojekten verteidigen wir Wale und Delfine gegen die zahlreichen Gefahren, denen sie heute ausgesetzt sind. WDC-Wissenschaftler*innen arbeiten in nationalen, europäischen und internationalen Arbeitsgruppen, sind in allen relevanten internationalen Foren vertreten und haben direkten Einfluss auf maßgebliche Entscheidungen zur Zukunft von Walen und Delfinen. Wir sind Ansprechpartner*innen für Medien, Öffentlichkeit und Entscheidungsträger*innen. WDC ist eine als gemeinnützig anerkannte Körperschaft. Wir arbeiten politisch unabhängig und finanzieren uns über Spenden und Stiftungsmittel. Unsere Vision: Eine Welt, in der alle Wale und Delfine in Freiheit und Sicherheit leben. www.whales.org 

Kontakt Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: 

Bianca König, bianca.koenig@whales.org, Tel: 06151 78 706 72 oder 089 6100 2395 

Mehr Informationen zu den bundesweiten Clean-Ups 2020 unter: whales.org/cleanup 

Über die Kooperation mit BRITA 

WDC arbeitet bereits seit 2016 eng mit dem Trinkwasserfilter-Hersteller BRITA daran, die Plastikflut in den Flüssen und Meeren zu reduzieren. Die bundesweiten Clean-Ups folgen in diesem Jahr nun auf eine Reihe von Schulbesuchen, ebenfalls unterstützt durch BRITA, bei denen WDC zuletzt mit jungen Schüler*innen über die Plastik-Problematik gesprochen und Lösungen sowie Alternativen aufgezeigt hat. 

Weitere WDC-Aktivitäten auf Sylt 

Auf Sylt hat WDC den komplett plastikfreien Umwelt-Geocache „Schweinswal Ahoi“ erstellt, mit dem man sich auf die Suche nach dem einzigen bei uns heimischen Wal machen kann. Die Caches bieten spannende Hintergründe zum Schutz des kleinen Wals und mit etwas Glück lassen sich Schweinswale sogar von Land aus beobachten! Mehr Informationen unter https://de.whales.org/wdc-ziele/meere-schuetzen/geocaching-sylt-schweinswal/ 

Wir sind daran interessiert, eine gute Beziehung zu Ihnen aufzubauen und Ihnen Informationen zu unseren Aktionen zukommen zu lassen. Deshalb verarbeiten wir auf Grundlage von Artikel 6 Abs. 1 Buchstabe f der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (auch mit Hilfe von Dienstleister*innen) Ihre Daten. Wenn Sie dies nicht wünschen, können Sie jederzeit bei uns der Verwendung Ihrer Daten zum Zweck, Sie zu kontaktieren, widersprechen. Sie können den Widerspruch auch per E-Mail senden an: datenschutz@whales.org. Weitere Informationen zum Datenschutz erhalten Sie unter whales.org/datenschutzerklaerung. Unsere Datenschutzbeauftragte erreichen Sie ebenfalls unter unserer Anschrift. 

PM von WDC

„Natürlich Sylt“ – der Biologe Lothar Koch veröffentlicht das aktuellste und nachhaltigste Reisebuch für Deutschlands beliebteste Nordseeinsel

Das Standardwerk für Naturliebhaber der Insel erscheint am 28.08. in völlig aktualisierter Neu-Auflage im Feldhaus Verlag

Hamburg/Sylt 26. August 2020 

Für alle Inselliebhaber und Neu-Entdecker schrieb der Insulaner Lothar Koch 2012  den ersten Naturerlebnisführer Sylts. Jetzt hat der versierte Insel- und  Nordseeexperte „Natürlich Sylt“ überarbeitet und völlig aktualisiert. „Ich habe alle empfohlenen Rad- und Wandertouren überprüft und zahlreiche  neue Themen der vergangen acht Jahre dem Reisebuch hinzugefügt“, sagt Lothar Koch. Daher wurde der Umfang des Taschenbuches auch um 20 Seiten und viele neue Fotos bereichert, bei gleichzeitiger Preissenkung auf 19,8 Euro. 

So sind der Sylter Walpfad und der Hünen-Kultour-Pfad, das Rantumer Krötenschutzprojekt und der Ringfibel-Schatzfund von Morsum als neue Sonderthemen ebenso hinzugekommen wie ein Kapitel über Sylt im Klimawandel. Damit alle Fragen während einer Inselerkundung schnell geklärt werden können, wurde das umfangreiche Stichwortverzeichnis neu geordnet, erweitert und präzisiert. Fotografien von Hans Jessel, Brian Bojsen, Cornelius Nelo, Thomas Luther, Maike Hüls-Graening und vielen anderen laden beim Lesen zum visuellen Eintauchen in die Inselnatur ein.

 „Das Buch lege ich allen ans Herz, die Sylt nachhaltig erkunden wollen“, ergänzt der Biologe. 

Koch ist ein unterhaltsamer Schreiber, wie er bereits mit seinem Roman Syltopia bewiesen hat. Das macht auch  den Reiseführer, neben dem bemerkenswerten Informationsreichtum, zur vergnüglichen Lektüre. Selbst der erfahrene Sylt-Besucher erfährt in dem übersichtlich und liebevoll gestalteten Buch (mit zahlreichen Land- und Tourenkarten) immer wieder Neues über die abwechslungsreichen Naturräume der Insel wie Nordsee, Strand, Watt, Dünen, Marsch- & Salzwiesen oder Heide, inklusive der spannenden Tierwelt mit Seehunden, Kegelrobben und Schweinswalen. 

Sylt ist die prominenteste Urlaubsinsel Deutschlands und man sollte meinen, jedes Fleckchen dieses Paradieses wäre entdeckt, fotografiert und beschrieben. Jeder Fan hat ja sein persönliches Sylt vor Augen, und er träumt entweder von einem Bad in den Nordseewellen, schwärmt von einer Radtour am Watt entlang von Keitum nach Kampen oder sieht sich bei einem Glas Wein auf der Terrasse einer der zahlreichen Strandbodegas. Sylt bedeutet Salz auf der Haut und Sonne im Herzen. 

Der studierte Biologe Lothar Koch riskiert auch einen kritischen Blick auf die aktuelle Entwicklung des Inselgeschehens, ohne dabei seinen frischen Stil einzubüßen – es geht dem Insider um Naturgenuss und Information zugunsten eines liebevollen Umgangs mit den Schätzen der „Königin der Nordsee“. Die anspruchsvolle Bildgestaltung des Reiseführers versetzt jeden Betrachter in die Sehnsuchts-Stimmung, die jeder Besucher kennt, der einmal am Strand entlang den Spuren der anderen Wanderer gefolgt ist – den Blick geheftet am Gischt-Kamm der sich ewig brechenden Wellen. Liegt dieses Buch fernab von Sylt in der Hand, möchte man gleich die Koffer packen, um zumindest für eine Woche in dem berühmten Reizklima aufzutanken. 

Im zweiten Teil von „Natürlich Sylt.“ warten genaue Beschreibungen gut strukturierter Touren über die gesamte Insel, die mit dem Fahrrad oder per pedes unternommen werden können, allesamt persönlich vom Autor erprobt und mit aktuellem Insiderwissen gespickt. Lothar Koch widmet jedem Dorf einen Lieblingsspaziergang, man sollte fast meinen, er kenne jeden Einheimischen und jedes Brutgelege der Vogelwelt persönlich, auf jeden Fall aber erzählt er sehr amüsant darüber, wer der sagenumwobene „Ekke Nekkepen“ gewesen sein soll und verrät heidnische Bräuche. Die Geschichte und Wertschätzung der stein-, bronze- und eisenzeitlichen Hünengräber liegt ihm besonders am Herzen.

Gespickt mit Tipps und Adressen von Angeln bis Yoga, Naturerlebnis-Zentren, nebst Bioläden und Seawatching wird der aktuelle Reiseführer „Natürlich Sylt.“ zu einem willkommenen Kurschatten der Saison, der in keinem Strandkorb und keiner Fahrradtasche fehlen sollte: Von Syltern empfohlen! 

Inga Griese schreibt in  „Die Welt“ zur 1. Auflage: Der Sylter Biologe und Nordsee-Experte Lothar Koch hat einen schönen Erlebnisführer verfasst… Christine Deubler vom „Literaturherbst“ : „Wenn Sie Sylt besuchen wollen – zum ersten Mal oder zum wer weiß wievielten Mal – und wissen möchten, was es über das shoppen/schick essen gehen/flanieren/am Strand liegen hinaus an Spannendem und Schönem zu entdecken gibt auf der Insel, dann nehmen Sie unbedingt diesen an Informationen überreichen Führer  mit. Sie glauben gar nicht, was es da alles an Wissenswertem und Interessantem gibt… und Sie werden staunen, was für ein schützenswertes Kleinod sich da oben im Norden zwischen Wattenmeer und Hochsee verbirgt!“

Mehr Infos und Feedbacks zur 1. Auflage: www.natürlichsylt.de

https://clarityverlag.de/de/shop/edition-claritycollection/fit-mit-fastenwandern-386-detail.html
Zu beziehen über alle Buchhandlungen, Naturschutzstationen auf Sylt und www.natürlichsylt.de

Natürlich Sylt, 2. Auflage

Der Natur-Erlebnisführer von Lothar Koch 

Geschichte, Ökologie und Schutzgebiete der Insel 

Tourenvorschläge für Radfahrer und Wanderer 

Mit über 120 Fotos und Karten / 262 Seiten / Softcover 

Feldhaus Verlag Hamburg 

19,80 Euro 

26. August 2020

ISBN  978-3-88264-680-1

Rückfragen bitte an: 

Lothar Koch, Tel: 04651/201088, info@syltopia.de, www.natürlichsylt.de

Pressetext: S.Wilcke, L.Koch, Feldhaus Verlag